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100 Prozent Erneuerbare Energie für Strom, Wärme und Verkehr.
Für eine bessere Zukunft mit mehr Klimaschutz, Unabhängigkeit und Arbeitsplätzen.

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Stromnetze

Die bestehenden Stromnetze waren bisher ausgerichtet auf den Transport des Stroms von wenigen Großkraftwerken zu den Verbrauchern. Die stetig wachsende Menge des dezentral erzeugten Stroms aus Erneuerbaren Energien macht es notwendig, die Kapazitäten der Netze der veränderten Situation anzupassen, um die sichere Versorgung der Verbraucher zu gewährleisten.

Bei dem Ausbau der Stromnetze ist zu unterscheiden zwischen den Übertragungsnetzen und den Verteilernetzen. Durch die hohe installierte Windenergieleistung im Norden und Osten einschließlich der großen Offshore Windparks ist ein Ungleichgewicht bei der Stromerzeugung in Deutschland entstanden. Damit Strom aus dem Norden und Osten in den Süden transportiert werden kann, muss das Übertragungsnetz quantitativ ausgebaut werden. Der Netzausbau ist eine Aufgabe mit hoher Dringlichkeit, denn bereits heute werden Regenerative Kraftwerke immer häufiger abgeregelt, weil die Netzkapazität nicht mehr ausreicht. Der Netzausbaubedarf kann verringert werden durch den weiteren flächendeckenden Ausbau der Erneuerbaren Energien und dem Zusammenschluss verschiedener Erzeugungskapazitäten in regenerativen Kombikraftwerken. Das bedeutet mehr lastnahe Kraftwerkskapazitäten in jeder einzelnen Region. Die Übertragungsnetzbetreiber wurden verpflichtet, bis Juni 2012 einen Netzentwicklungsplan vorzulegen. Auf dieser Basis wird der Bundesbedarfsplan für die Stromnetze von der Bundesnetzagentur erstellt und dem Bundestag vorgelegt.

Bisher hatten die Verteilernetze die Funktion Energiemengen von den oberen Spannungsebenen an die Letztverbraucher der unteren und mittleren Spannungsebene zu verteilen. Heute übernehmen zunehmend mehr Verteilernetze die Aufgabe, die auf Niederspannungs- und Mittelspannungsebene von dezentralen Anlagen erzeugten Strommengen aufzunehmen, zu verteilen und auch an die jeweils darüber gelegenen Spannungsebenen abzuführen. Damit wird es zunehmend in den Verteilernetzen erforderlich, mehr Maßnahmen durchzuführen, welche die Kapazitäten und Steuerungsmöglichkeiten des Netzes erhöhen. Damit verbunden ist der Einsatz von Kommunikations-, Mess-, Regel-, Steuer- und Automatisierungstechnik. In Deutschland existieren rund 850 Elektrizitätsverteilernetzbetreiber, die sich diesen neuen Aufgaben stellen müssen. Um die Effizienz dieses Umbauprozesses zu erhöhen, werden weitere Netzkooperationen oder auch Netzzusammenschlüsse notwendig werden.

Die Erhöhung der Kapazitäten der Übertragungsnetze kann durch den Bau neuer Trassen erfolgen oder auch durch den Einsatz von Hochtemperaturleiterseilen. Damit kann die bisherige Leistung verdoppelt werden, und das bei Verwendung der bestehenden Masten und ohne Erhöhung der mechanischen Lasten auf die Masten. Die wirtschaftliche Bewertung fällt gegenüber neuen Trassen sehr positiv aus. Für die Übertragung von großen Strommengen über größere Entfernungen bietet sich die Hochspannungsgleichstromübertragungstechnik (HGÜ) an. Der Vorteil dieser Technik sind die geringen Verluste bei der Übertragung. Mallorca wurde mit dieser Technik an das spanische Festlandnetz angeschlossen. Laut Vorstand der Siemens AG wächst die HGÜ-Technik rasant und sie wird zum Rückgrat der europäischen Stromnetze und der Energiewende werden.

Smart Grids – intelligente Stromnetze – sind die Voraussetzung, dass sich der schwankende Anteil an Strom aus Erneuerbaren Energien energieeffizient ins Netz integrieren lässt. Das „intelligente Stromnetz der Zukunft" wird von Siemens und dem Allgäuer Stromversorger AÜW rund um Wildpoldsried getestet. Partner sind neben AÜW und Siemens die RWTH Aachen und die Hochschule Kempten. AÜW stellt für das Smart-Grid-Pilotprojekt einen Teil seines Stromversorgungsnetzes zur Verfügung. Michael Fiedeldey, Geschäftsführer der AllgäuNetz GmbH & Co. KG, verspricht sich von dem Pilotprojekt Lösungsmöglichkeiten für künftige Netz-Herausforderungen: „Wenn wir mit der Smart-Grid-Software von Siemens die Verbrauchs- und Angebotsspitzen in unserem Verteilernetz so abfangen können, dass wir hierfür weniger Leitungskapazität vorhalten müssen, verschafft uns das einen enormen Freiraum. Wir können den Ausbau unserer Leitungskapazität, um in den kommenden Jahren weitere Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen einzubinden, mit mehr Ruhe angehen.

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