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100 Prozent Erneuerbare Energie für Strom, Wärme und Verkehr.
Für eine bessere Zukunft mit mehr Klimaschutz, Unabhängigkeit und Arbeitsplätzen.

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Strombörse Leipzig

Nach der Liberalisierung des Strommarktes entstanden Marktplätze zum Handel von Strom. Händler, Lieferanten und Kraftwerksbetreiber organisieren auf diesen Märkten den Stromhandel. Ein Großteil des Handels findet bilateral statt.  Diese Praxis wird als over-the-counter-Handel (OTC) bezeichnet. Ein weiterer Marktplatz ist die Leipziger Strombörse EPEX. Bestimmte Stromqualitäten werden an der Strombörse nicht gehandelt, es handelt sich bei Börsenstrom immer um Strom unbekannter Qualität, so genannten „Grauen Strom“. An den Großhandelsmärkten werden standardisierte Produkte mit Lieferperioden für die folgenden Jahre, Quartale, Monate und Wochen gehandelt. Neben dem Terminmarkt gibt es den Spotmarkt an dem Strommengen für die Auslieferung morgen bzw. in den nächsten zwei bis drei Tagen gehandelt werden. Das Handelsvolumen an der EPEX entspricht mit 225 TWh in 2011 rund einem Drittel der bundesdeutschen Bruttostromerzeugung.

Der zur Deckung der Nachfrage notwendige Kraftwerkseinsatz wird durch Preissignale an der Börse koordiniert. Die Abrufreihenfolge der Kraftwerke erfolgt dabei nach der sogenannten Merit-Order. Diese wird gebildet indem die Kraftwerke, aufsteigend nach den jeweiligen Grenzkosten der Erzeugung, sortiert werden. Der Preis an der Börse wird durch das jeweils teuerste Kraftwerk bestimmt, das noch benötigt wird, um die Stromnachfrage zu decken. Der Börsenpreis ist immer auch Referenzpreis für OTC abgeschlossene Verträge. Die Preise für längerfristig OTC-abgeschlossene Stromlieferungen orientieren sich also auch immer an der Preisentwicklung der Börse. 

Die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, die einen gesetzlichen Einspeisevorrang genießen, hat einen entscheidenden Einfluss auf die Merit-Order und damit auf die Börsenpreise. Die EE-Strommengen werden von den Übertragungsnetzbetreibern an der Börse im Day-Ahead-Markt unlimitiert veräußert. Die erneuerbaren Energien schieben sich von links in die Merit-Order hinein und verdrängen so die teuersten Kraftwerke am rechten Rand. Dabei zeigt sich, dass sich Wind und Photovoltaik gut ergänzen, da die Photovoltaik im Sommer höhere Vollbenutzungsstunden hat als  Wind, beide in der Übergangszeit vergleichbare Werte aufweisen, während die Windeinspeisung im Winter überwiegt. Die Stunden mit PV-Einspeisung decken sich mit den Stunden der höchsten Lastenanforderung, den sog. Peak-Stunden an der EPEX-Strombörse. Die früher sehr bedeutende Mittagsspitze der Preise an der Strombörse wurde durch die Photovoltaik weitgehend abgetragen. Die erneuerbaren Energien generell haben einen preissenkenden Effekt auf die Großhandelspreise. Dieser preissenkende Effekt führt dazu, dass die Unternehmen bzw. Stromversorger, die Strom vollständig oder auch nur teilweise an der Strombörse einkaufen, durch die erneuerbaren Energien Einsparungen erzielen können. An die Haushaltskunden werden diese Preissenkungen in der Regel nicht weitergegeben.

Auf der EEX-Transparenzplattform werden marktrelevante Erzeugungs- und Verbrauchsdaten veröffentlicht. Die Plattform wurde von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern, 50Hertz Transmission GmbH, Amprion GmbH, EnBW Transportnetze AG und TennT TSO GmbH, die zur Veröffentlichung von Kraftwerks- und Verbrauchsdaten verpflichtet sind, gemeinsam  mit der European Energy Exchange AG (EEX) im Oktober 2009 errichtet. Seit Dezember 2010 beteiligt sich auch der österreichische Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid AG als vollwertiges Mitglied und übermittelt ab dem 1. Juli 2011 Daten für die Regelzone APG.

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