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100 Prozent Erneuerbare Energie für Strom, Wärme und Verkehr.
Für eine bessere Zukunft mit mehr Klimaschutz, Unabhängigkeit und Arbeitsplätzen.

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Speicher

Regenerativer Strom aus Wind und Sonne steht nicht ständig zur Verfügung: Mal scheint die Sonne nicht und mal ist Flaute. Die erneuerbare Energieversorgung der Zukunft muss auch mit dieser Situation zurecht kommen. Die regenerative Erzeugung aus anderen Quellen, z.B. Biogas und Wasserkraft, spielen dabei zwar auch eine wichtige Rolle. Auch die Verlagerung des Verbrauchs in erzeugungsstarke Zeiten hilft. Diese Möglichkeiten sind jedoch alle zusammen nicht in der Lage, die starken, oft minütlichen Schwankungen bei Sonne und Wind auszugleichen.

Speichertechnologien spielen deshalb in Zukunft eine immer wichtigere Rolle. Dabei unterscheidet man zwischen Kurzzeitspeicher und Langzeitspeicher.

Kurzzeitspeicher sollen die Schwankungen innerhalb eines Tages sowie zwischen Tag und Nacht ausgleichen. Gut geeignet sind dazu z.B. Pumpspeicherkraftwerke, die schnell Erzeugungs- und Pumpbetrieb umschalten können. Auch Batterien sind als Kurzzeitspeicher geeignet. Sie können hohe Leistungen aufnehmen oder zur Verfügung stellen, dies aber nur für kurze Zeit.

Zum Ausgleich längerer Schwankungen sind aber auch Langzeitspeicher erforderlich. Sie müssen in der Lage sein, z.B. die geringere Solarstromproduktion während einer Schlechtwetterphase oder eine längere windarme Zeit zu überbrücken. Dies bedeutet, dass solche Speicher z.B. zwei oder drei Wochen lang mit voller Leistung Energie liefern können müssen. Für diese Speicher wird in Zukunft die Power-to-Gas Technologie eine wichtige Rolle spielen. Hier wird mit überschüssigem Strom aus Wind oder Sonne durch Elektrolyse zuerst Wasserstoff erzeugt, der dann zu Methan weiterverarbeitet wird. Das Methan kann ins Erdgasnetz eingespeist und so auch gelagert werden.

Um eine 80%ige Versorgung mit erneuerbaren Energien zu erreichen, werden Kurzzeitspeicher mit einer Leistung von 17 GW und einer Kapazität von 70 GWh benötigt. Die heute in Deutschland installierten Pumpspeicherwerke haben zusammen bereits eine Leistung von 8,5 GW und eine Kapazität von rund 40 GWh.

Das 80%-Szenario erfordert außerdem Langzeitspeicher mit einer Leistung von 18 GW und einer Kapazität von 7000 GWh, also 7 TWh. Hiervon ist heute noch nahezu nichts vorhanden. Trotzdem schreckt die Zahl nicht, denn bereits heute fassen die existierenden Erdgasspeicher in Deutschland soviel Gas, dass man daraus rund 100 TWh Strom produzieren könnte!

Der Speicherausbau ist außerdem auch finanziell zu stemmen: Laut einer Studie des VDE steigen die Stromgestehungskosten in der Energiewende auch mit Speichereinsatz bis 2050 nur um 10%, insbesondere deshalb, weil Sonne und Wind keine Brennstoffkosten verursachen.

Für eine 100% erneuerbare Energieversorgung müssen auch diese Speicherkapazitäten noch einmal kräftig erweitert werden. Doch auch dies ist sowohl technisch als auch finanziell durchaus zu schaffen.

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