Unser Ziel

100 Prozent Erneuerbare Energie für Strom, Wärme und Verkehr.
Für eine bessere Zukunft mit mehr Klimaschutz, Unabhängigkeit und Arbeitsplätzen.

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Förderung

Eine Reihe von Gesetzen und Programmen befasst sich mit der Förderung und dem Ausbau von Erneuerbaren Energien. Das Protokoll von Kyoto verpflichtet die Industriestaaten zur Verringerung der sechs Treibhausgase. Gebäude verursachen etwa 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und damit des CO2- Ausstoßes in Deutschland. Auch der Stromverbrauch der Kältetechnik ist mit etwa 15 Prozent des gesamten Stromverbrauchs eine gewichtige Größe. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vom März 2000 regelt die Einspeisungsvergütung von Strom bei Photovoltaik, Wind und Biomasse, Geothermie und Grubengas. Strom wird eingespeist, da die Netze die Speicherfunktion übernehmen, Insellösungen mit Batterien nicht erwünscht sind. Die EVUs sind gesetzlich verpflichtet zur Abnahme und Verteilung des Stroms. Die Einspeisevergütung erfolgt derzeit degressiv in halbjährlichen Schritten, denn die Technologie Photovoltaik soll sich ab 2017 dann rentieren.

Das bereits seit 2000 laufende Marktanreizprogramm erhält mit dem Erneuerbare Energien Wärme Gesetz (EEWärmeG) eine gesetzliche Grundlage. Es trat im Januar 2009 in Kraft und führt erstmals bundesweit eine Pflicht zur Verwendung von Erneuerbaren Energien bei Gebäuden ein.

Förderprogramme von Bund und Ländern für verschiedene Antragstellergruppen:

1. Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), aus dem Aktionsplan Energiewende

  • KfW Programm Energieeffizient Bauen und Sanieren
  • KfW Energieeffizienzprogramm
  • KfW Umweltprogramm
  • KfW Programm Erneuerbare Energien Standard und Premium
  • KfW Programm Kommunal Investieren/Sozial Investieren
  • KfW Programm Energetische Stadtsanierung
  • KfW Finanzierungsinitiative Energiewende

2. Modellprojekte im "Plus-Energie-Haus-Standard" des Bundesverkehrsministeriums

3. BAFA Marktanreizprogramm zur Förderung des Einsatzes erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP)

4. LfA Förderbank Bayern -Ökokredit

Die Programme im Detail

KfW Programm Energieeffizient Bauen

Erreicht das Niedrigenergiehaus beim Energiebedarf den Standard eines KfW-Effizienzhauses 70, 55 oder 40 oder eines Passivhauses, begünstigt die KfW einen Kredit mit niedrigen Zinsen. Ein Effizienzhaus 40 hat den Energiebedarf von 60% unter einem Neubau nach gesetzlichem Mindeststandard. Der Begriff Effizienzhaus ist ein Qualitätszeichen, das von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) zusammen mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der KfW entwickelt wurde. Beim KfW-Effizienzhaus 55 oder 40 bzw. beim Passivhaus gibt es zusätzlich einen Tilgungszuschuss von bis zu 10% der Darlehenssumme. Das Darlehen übernimmt 100 % der Baukosten (ohne Grundstückskosten) bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit. Die Anzahl der Wohneinheiten sind nicht begrenzt, der Kredit kann also auch für große Appartementhäuser ausgedehnt werden, wenn man der Besitzer ist.

KfW Programm Energieeffizient Sanieren

Hier erhält man einen langfristig zinsgünstigen Kredit in Höhe von bis zu 75.000 Euro pro Wohneinheit für alle Sanierungsmaßnahmen (wie z. B. Dämmung, Heizungserneuerung, Fensteraustausch, Lüftungseinbau), die das Wohneigentum zum KfW-Effizienzhaus machen oder für den Kauf eines frisch sanierten Gebäudes oder einer Eigentumswohnung, die dem Standard eines KfW-Effizienzhauses entsprechen.

Je effizienter man saniert, desto höher ist die Förderung. Saniert man gemäß Energieausweis der gültigen EnEV ein Effizienzhaus 55, also 45% unter gesetzlichem Mindeststandard, gibt es 12,5 % Tilgungszuschuss. Wird ein Denkmal saniert oder ein Effizienzhaus 115, also ein Haus, das bis zu 15% den Mindeststandard nicht erreicht, erhält man noch 2,5% Tilgungszuschuss. Bei Eigenkapital kann hier auch die Zuschussvariante gewählt werden. Beim Effizienzhaus 55 erhält man 20% der förderfähigen Kosten, max. 15.000 € pro Wohneinheit. Beim Denkmal erhält man 10%, max. 7.500 €. Hier sind die Anzahl der förderfähigen Wohneinheiten auf zwei begrenzt. Die Baubegleitung während der Sanierungsphase wird mit 50% der förderfähigen Kosten, max. mit 4.000 € vergütet, die eigentliche Vor-Ort-Beratung wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert.

KfW Programm Energieeffizient Sanieren – Einzelmaßnahmen

Führt man die folgenden Einzelmaßnahmen beim Sanieren durch, greift dieses Programm der KfW:

Wärmedämmung der Wände, des Daches, der Geschoßdecken, Erneuerung der Fenster und Außentüren, Erneuerung und Einbau einer Lüftungsanlage, Erneuerung der Heizungsanlage einschließlich Einbau einer Umwälzpumpe der Energieeffizienzklasse A und ggf. einer hocheffizienten Zirkulationspumpe sowie Durchführung eines hydraulischen Abgleichs. Optimierung der Wärmeverteilung bei bestehenden Heizungsanlagen. Hier kann mit einem zinsverbilligten Darlehen von 100% der förderfähigen Investitionskosten, max. 50.000 € pro Wohneinheit gerechnet werden. Die Solarthermie in Kombination mit einer neuen Heizung fällt unter dieses Programm.

Bei Eigenkapital kann auch hier die Zuschussvariante gewählt werden, dann gibt es 7,5% der Investitionskosten, max. 3.750 € pro Wohneinheit.

Im Wohneigentumsprogramm der KfW wird der Bau und der Erwerb von selbstgenutzten Eigenheimen und Eigentumswohnungen mit einem günstigen Kredit bis max. 50.000 € pro Wohneinheit außerdem gefördert, dies kann ggf. mit den anderen Programmen kumuliert werden.

Programme, die nur bedingt auf das Bauen bezogen sind und nicht für Privatpersonen gelten:

KfW Energieeffizienzprogramm

Das Programm fördert Investitionen im Rahmen der Initiative "Energieeffizienz im Mittelstand", einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und der KfW. Es fördert besonders kleine Unternehmen mit einem niedrigen Zinssatz bis zu 1% effektivem Jahreszins. Förderfähig sind z.B. Anlagentechnik, effiziente Energieerzeugung, Gebäudehüllen, Maschinenparks, Wärmerückgewinnung und Abwärmenutzung, Sanierung und Neubau von Gebäuden. Ersatzinvestitionen müssen zu einer Endenergieeinsparung von mindestens 20 %, gemessen am Durchschnittsverbrauch der letzten 3 Jahre, führen. Durch Neuinvestitionen muss eine Endenergieeinsparung von mindestens 15 % gegenüber dem Branchendurchschnitt erreicht werden.

KfW Umweltprogramm

Dies ist ein Gewerbekredit für kleine und mittlere Unternehmen, die in Umweltschutzmaßnahmen investieren und ausdrücklich in den Einsatz regenerativer Energien; hierunter fallen auch Kraft-Wärmekopplungsanlagen und Wärmerückgewinnung bis zur Software bei der Steuerungstechnik für mehr Energieeffizienz. Die Gebäudesanierung fällt hier auch unter die förderfähigen Maßnahmen. 75% der Kosten werden maximal finanziert.

KfW Programm Erneuerbare Energien Standard

Dies ist auch ein Gewerbekredit, weshalb die Photovoltaik hier nur gefördert wird, wenn der Nutzer auch den erzeugten Strom in das öffentliche Netz einspeist, weil er dann gewerblich tätig wird. Es ist ein rating basierter vollfinanzierter Ratenkredit ohne fixe Laufzeiten, wobei jeder Kunde einen individuellen Kredit bekommt und die Hausbank Bonität und Sicherheiten prüft. Auch große Photovoltaikanlagen werden hier gefördert.

KfW Programm Erneuerbare Energien Premium

Hier handelt es sich um einen Gewerbekredit für größere Maßnahmen im Erneuerbare Energien-Sektor.

- Solarkollektoranlagen von mehr als 40 Quadratmeter Bruttokollektorfläche als solarthermische Anlagen zur Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung von Wohngebäuden mit drei oder mehr Wohneinheiten oder Nichtwohngebäude mit mindestens 500 qm Nutzfläche, zur Bereitstellung von Prozesswärme oder zur solaren Kälteerzeugung.

- Große, automatisch beschickte Biomasse-Anlagen zur Verbrennung fester Biomasse für die thermische Nutzung mit mehr als 100 Kilowatt Nennwärmeleistung.

- Streng wärmegeführte KWK-Biomasse-Anlagen mit bis zu zwei Megawatt Nennwärmeleistung.

- Nahwärmenetze, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden, mit einem Wärmeabsatz von mindestens 500 Kilowattstunden pro Jahr und Meter Trasse.

- Große Wärmespeicher mit mehr als 20 Kubikmeter, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden.

- Anlagen zur Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität.

KfW Programm Kommunal Investieren/Sozial Investieren

Das Programm Energieeffizient Sanieren gibt es auch nur für Kommunen.

Die Bayerische Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) unterstützt hier in Zusammenarbeit mit der KfW die zinsgünstige langfristige Finanzierung von Maßnahmen zur CO2-Minderung und Energieeinsparung bei bestehenden Nichtwohngebäuden. Gefördert werden energetische Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus 85 bzw. 100 sowie Einzelmaßnahmen zur Energieeinsparung an Nichtwohngebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur, die vor dem 1. Januar 1995 fertiggestellt worden sind. Förderfähig sind die durch die energetischen Maßnahmen unmittelbar bedingten Investitionskosten einschließlich der Beratungs- und Planungsleistungen sowie Kosten notwendiger Nebenarbeiten. Die Förderung erfolgt auf Grundlage des KfW-Programms Energieeffizient Sanieren - Kommunen. Dabei werden die günstigen Zinssätze des Bundesprogramms durch die Bayerische Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) zusätzlich verbilligt.

Hier kann z.B. eine neue Heizung für ein kommunales Gebäude gefördert werden.

KfW Programm Energetische Stadtsanierung

Dies ist das Zuschussprogramm der KfW , wenn es sich um Maßnahmen für ein ganzes Quartier handelt, insbesondere für eine Wärmeversorgung oder kommunale Einrichtungen, wie energiesparende Stadtbeleuchtung.

Gefördert werden Sach- und Personalkosten für die Erstellung und Durchführung eines integrierten Quartierskonzepts.

KfW Finanzierungsinitiative Energiewende

Das ist das Direktkreditprogramm ausschließlich für Unternehmen mit einem Umsatzvolumen von 25 Millionen Euro und höher.

Modellprojekte im "Plus-Energie-Haus-Standard" des Bundesverkehrsministeriums

Bund / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) unterstützt auf der Grundlage der Nationalen Klimaschutzinitiative Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Zusammenhang mit dem Bau von Plus-Energie-Häusern. Gefördert wird die Begleitforschung zur Evaluierung, Weiterentwicklung und Markteinführung von Plus-Energie-Häusern sowie die Investition in innovative Technologien. Hier können Dreifachverglasungen mit besonders hohem Dämmwert gefördert werden, auch z.B Dünnschicht Siliziumzellen und andere Technologien, die noch nicht rentabel sind. Die Vorbildhäuser werden wissenschaftlich begleitet.

BAFA Marktanreizprogramm zur Förderung des Einsatzes erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP)

Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind förderfähig:

Die Errichtung und Erweiterung von

- Solarkollektoranlagen bis einschließlich 40 m² Bruttokollektorfläche mit Ausnahme von Anlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung, für Bereitstellung von Prozesswärme und zur solaren Kühlung.

- Solarkollektoranlagen mit mehr als 40 m² Bruttokollektorfläche auf Ein- und Zweifamilienhäusern mit hohen Pufferspeichervolumina.

- automatisch beschickten Anlagen zur Verbrennung von fester Biomasse für die thermische Nutzung bis einschließlich 100 kW Nennwärmeleistung.

- besonders emissionsarmen Scheitholzvergaserkesseln bis einschließlich 100 kW Nennwärmeleistung.

- effizienten Wärmepumpen bis einschließlich 100 kW Nennwärmeleistung.

- besonders innovativen Technologien zur Wärme- und Kälteerzeugung aus erneuerbaren Energien nach Maßgabe dieser Richtlinien:

* große Solarkollektoranlagen von 20 m² bis einschließlich 40 m² Bruttokollektorfläche,

* Sekundärmaßnahmen zur Emissionsminderung und Effizienzsteigerung bei Anlagen zur Verfeuerung von fester Biomasse bis einschließlich 100 kW Nennwärmeleistung.

Dieses Programm ist nicht kumulierbar mit den Einzelmaßnahmen aus den KfW Programmen und nicht auf neu errichtete Gebäude anwendbar. Die Anwendbarkeit bezieht sich auf Bestandsgebäude, deren Bauantrag vor dem 1.1.2009 gestellt wurde, außer bei Solarkollektoren für Prozesswärme.

KWK-Anlagen werden hier ebenso gefördert. Für die KWh erzeugten Stroms erfolgt eine Vergütung. Wenn eine Biomasse-KWK-Anlage nach EEG vergütet wird, dann gibt es keine Zuschläge nach dem KWK Gesetz. Der Förderzeitraum beträgt 10 Jahre. Die Förderung für Solarkollektoren beträgt 90 € pro Quadratmeter.

Der Kesseltauschbonus (Bonus für den zusätzlichen Austausch eines alten Heizkessels ohne Brennwertnutzung gegen einen neuen Brennwertkessel) beträgt 500 €.

Im KfW-Teil Erneuerbare Energien Premium werden Großanlagen wie z.B. Nahwärmenetze für Wärme aus erneuerbaren Energien, Biogasaufbereitungsanlagen, Biomasseanlagen über 100 kW und Tiefengeothermie-Anlagen gefördert. Große Wärmepumpen werden in die KfW Förderung aufgenommen.

LfA Förderbank Bayern -Ökokredit

Die Förderung erfolgt ausschließlich als Anteilfinanzierung im Rahmen einer Projektförderung für kleine und mittlere Unternehmen durch zinsverbilligte Darlehen der LfA Förderbank Bayern. Gefördert werden Umweltschutzmaßnahmen, darunter die Nutzung Erneuerbare Energien, Energieeinsparung und besonders klimaschutzrelevante Vorhaben. Der Finanzierungsanteil des Darlehens kann in der Regel bis zu 50% der förderfähigen Kosten des Vorhabens betragen. Vorhaben mit Kosten von mindestens 25.000 EUR, höchstens jedoch bis zu 12,5 Mio. EUR können gefördert werden. Auf Energieeinspeisung nach EEG ist dieser Kredit nicht anwendbar.

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